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Bruder Benni
papa ante portas


Dabei seit: 08. Nov 2004
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BeitragVerfasst am: 23. Aug 2006, 21:01     Antworten mit Zitat Nach oben


Aziz hat am 23. Aug 2006 um 20:25 Uhr folgendes geschrieben:
Je weniger der Aufsichtsrat sich sportlichen Belangen verpflichtet fühlt und sich umso mehr kühl und berechnend seinen Kontrollpflichten verschreibt, umso besser.

Das siehst ja nicht nur du so, mitmachen wird trotzdem keiner, weil zu viele am Status Quo festhalten wollen.
Alles schon mal dagewesen...

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Außer Hoffmann alle raus roterwutsmiley
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ArthurDent
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BeitragVerfasst am: 24. Aug 2006, 06:37     Antworten mit Zitat Nach oben



24.08.06

HSV-Aufsichtsratschef: "Wir waren immer über alles informiert"

ABENDBLATT: Herr Bandow, Teile des Aufsichtsrates haben sich über Methoden und Zusammenarbeit mit Vorstandsboss Bernd Hoffmann beschwert. Wie stehen Sie als Vorsitzender des Kontrollgremiums zu den Vorwürfen?

UDO BANDOW: Ich bin über den Inhalt ihres Abendblatt-Artikels sowie die hierin wiedergegebenen anonymen Meinungsäußerungen zutiefst betroffen. Sie stehen in krassem Widerspruch zur wirklich guten Arbeit nicht nur Herrn Hoffmanns, sondern aller Vorstandsmitglieder in den letzten drei, vier Jahren.

ABENDBLATT: Was sagen Sie zu dem Vorwurf eines Kontrolleurs, der HSV gelte bei der DFL finanziell als "Sorgenkind"?

BANDOW: Da brauche ich nur unser vereinseigenes Stadion zu nennen. Dort haben wir mit einem Wert von 61,2 Millionen Euro nicht unerhebliche stille Reserven. Zudem haben wir im Buchwert unserer Spieler erhebliche Reserven. Das zeigt allein der Transfererlös Boulahrouz'.

ABENDBLATT: Befürchten Sie eine Sonderprüfung seitens der DFL?

BANDOW: Nein. Wir haben die Lizenz ohne Auflagen erhalten. Unsere Zahlen sind solide. Dafür verbürge ich mich mit meinem Namen und als Aufsichtsratsvorsitzender persönlich. Auch wenn wir brutto noch nie so viel investiert haben wie in den letzten zwei Jahren, sind wir nie vom Pfad der Tugend abgekommen.

ABENDBLATT: Gerade die Transfers wurden von Ihren Gremiumskollegen heftig kritisiert. Beim Verkauf Daniel van Buytens wie auch beim Kauf von Vincent Kompany habe Herr Hoffmann Zahlungen an Spielervermittler, den ehemaligen Klub und Handgelder verschwiegen . . .

BANDOW: Korrekt ist, dass am Anfang der Gespräche über einen eventuellen Verkauf von van Buyten Zahlungen an dessen ehemaligen Verein Olympique Marseille nicht zur Sprache gekommen sind. Bei der Verpflichtung von Kompany sind bei der ersten, fernmündlichen Kommunikation Differenzen entstanden. Der Aufsichtsrat hat in einer späteren, internen Sitzung unter Kenntnis aller Details bei zehn anwesenden Aufsichtsräten einstimmig zugestimmt.

ABENDBLATT: Sind Ihnen denn sämtliche Handgelder, Provisionen und spätere Beteiligungen weiterer Parteien an Transfererlösen aufgelistet worden?

BANDOW: Es lagen uns bei den letzten Transaktionen sämtliche Details vor. Die Zahlen bei van Buyten, Boulahrouz, Kompany, Guerrero und Sanogo hatten wir bis auf den letzten Cent vorliegen. So schwer es für den Vorstand ist, bei Vertraulichkeitsvereinbarungen mit Vertragspartnern über alles zu informieren, die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand ist in den letzten Jahren viel besser geworden.

ABENDBLATT: Befürchten Sie intern negative Nachwirkungen?

BANDOW: Nein. Schlimmer ist, dass öffentlich - unabhängig vom Wahrheitsgehalt - immer etwas hängenbleiben kann.
sm

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Dauerloi!fer
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BeitragVerfasst am: 24. Aug 2006, 08:37     Antworten mit Zitat Nach oben


Danke, Herr Bandow! hsvklatsch

Jetzt müssen wir nur noch die unregistrierten Störer aus dem Aufsichtsrat loswerden. Um welche Personen es sich speziell handelt, wissen wir alle. roterwutsmiley
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KAIFU
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BeitragVerfasst am: 24. Aug 2006, 08:49     Antworten mit Zitat Nach oben


[img]http://www.hsv-forum.de/attachment.php?attachmentid=11158&d=1156403673[/img]

Okay, ich bin zu blöd ein Bild einzufügen Embarassed
Naja, einfach als link benutzen.
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Spalter
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BeitragVerfasst am: 24. Aug 2006, 08:56     Antworten mit Zitat Nach oben


ArthurDent hat am 24. Aug 2006 um 06:37 Uhr folgendes geschrieben:

ABENDBLATT: Was sagen Sie zu dem Vorwurf eines Kontrolleurs, der HSV gelte bei der DFL finanziell als "Sorgenkind"?

BANDOW: Da brauche ich nur unser vereinseigenes Stadion zu nennen. Dort haben wir mit einem Wert von 61,2 Millionen Euro nicht unerhebliche stille Reserven.



Versteht mich nicht falsch, ich finde das Interview gelungen und bin mit dem Inhalt sehr zufrieden, jedoch erinnert mich dieser Satz stark an den Schuldenbaron von Gelsenkirchen. Von Fragen zur finanziellen Situation auf Schalke in die Ecke gedrängt, bediente sich Assauer auch immer diesem scheinbaren Totschlagargument " wir haben ja noch ein Stadion".
KAIFU
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BeitragVerfasst am: 24. Aug 2006, 09:01     Antworten mit Zitat Nach oben


Spalter hat am 24. Aug 2006 um 08:56 Uhr folgendes geschrieben:
ArthurDent hat am 24. Aug 2006 um 06:37 Uhr folgendes geschrieben:

ABENDBLATT: Was sagen Sie zu dem Vorwurf eines Kontrolleurs, der HSV gelte bei der DFL finanziell als "Sorgenkind"?

BANDOW: Da brauche ich nur unser vereinseigenes Stadion zu nennen. Dort haben wir mit einem Wert von 61,2 Millionen Euro nicht unerhebliche stille Reserven.



Versteht mich nicht falsch, ich finde das Interview gelungen und bin mit dem Inhalt sehr zufrieden, jedoch erinnert mich dieser Satz stark an den Schuldenbaron von Gelsenkirchen. Von Fragen zur finanziellen Situation auf Schalke in die Ecke gedrängt, bediente sich Assauer auch immer diesem scheinbaren Totschlagargument " wir haben ja noch ein Stadion".


Ich finde seine Antwort grundsätzlich unglücklich. Warum geht er auf sowas überhaupt ein?
"Da müssen sie den fragen, der dieses Gerücht in die Welt gesetzt hat."
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Aziz
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BeitragVerfasst am: 24. Aug 2006, 09:08     Antworten mit Zitat Nach oben


Das könnte man ihm negativ auslegen: "Konkret wollte Udo Bandow nicht auf die Vorwürfe eingehen, steckt mehr dahinter?"
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BrigateRosse
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BeitragVerfasst am: 24. Aug 2006, 11:07     Antworten mit Zitat Nach oben


Nun ist es ja endlich raus. Dass sich der Wind im AR gedreht hat (und selbst Bandow sich mittlerweile verarscht vorkommt) ging ja als Gerücht schon länger rum. Die DvB-Geschichte hab ich so auch schon mal gehört und die Tatsache, dass Reichert zum Jahresende aufhört, würde ich nur minimal an der Kritik aus Reihen der Mitglieder sondern zu 99 % an dem Vorwurf, er werde übergangen festmachen. Das wusste im Übrigen jeder, der zwangsläufig ein bisschen eingebunden war. Mittlerweile arbeitet ja auch Hoffmanns Busenfreund Heiko Möller im Arena-Management und glänzt mit seinen ausgefeilten Erörterungen zum Thema "Fanszene beim HSV". Natürlich ohne das VORSTANDSMITGLIED FÜR DIE BELANGE DER MITGLIEDER darüber zu informieren oder dort mal nachzufragen. Ernsthaft: Man hätte das Ganze intern machen müssen, richtig. Aber definitiv ist an den Vorwürfen was dran.

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Foo
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BeitragVerfasst am: 24. Aug 2006, 11:37     Antworten mit Zitat Nach oben


BrigateRosse hat am 24. Aug 2006 um 12:07 Uhr folgendes geschrieben:
Nun ist es ja endlich raus. Dass sich der Wind im AR gedreht hat (und selbst Bandow sich mittlerweile verarscht vorkommt) ging ja als Gerücht schon länger rum. Die DvB-Geschichte hab ich so auch schon mal gehört und die Tatsache, dass Reichert zum Jahresende aufhört, würde ich nur minimal an der Kritik aus Reihen der Mitglieder sondern zu 99 % an dem Vorwurf, er werde übergangen festmachen. Das wusste im Übrigen jeder, der zwangsläufig ein bisschen eingebunden war. Mittlerweile arbeitet ja auch Hoffmanns Busenfreund Heiko Möller im Arena-Management und glänzt mit seinen ausgefeilten Erörterungen zum Thema "Fanszene beim HSV". Natürlich ohne das VORSTANDSMITGLIED FÜR DIE BELANGE DER MITGLIEDER darüber zu informieren oder dort mal nachzufragen. Ernsthaft: Man hätte das Ganze intern machen müssen, richtig. Aber definitiv ist an den Vorwürfen was dran.



1. Du hast aber schon bemerkt, dass die überwiegende Anzahl der User hier dem Abendblatt-Artikel kritisch gegenübersteht?

2. Was haben die "Vorwürfe" gegen BH, an denen "etwas dran" sein soll, mit dem Thema "Fanszene beim HSV" zu tun? Und mit dem Thema "Reichert"? Und wer hätte was intern machen müssen? Ordne doch mal kurz deine Gedanken, danke Shocked
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KAIFU
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BeitragVerfasst am: 24. Aug 2006, 11:56     Antworten mit Zitat Nach oben


flostar hat am 24. Aug 2006 um 11:37 Uhr folgendes geschrieben:
2. Was haben die "Vorwürfe" gegen BH, an denen "etwas dran" sein soll, mit dem Thema "Fanszene beim HSV" zu tun? Und mit dem Thema "Reichert"? Und wer hätte was intern machen müssen? Ordne doch mal kurz deine Gedanken, danke Shocked


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ArthurDent
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BeitragVerfasst am: 24. Aug 2006, 12:34     Antworten mit Zitat Nach oben


KAIFU hat am 24. Aug 2006 um 12:56 Uhr folgendes geschrieben:
flostar hat am 24. Aug 2006 um 11:37 Uhr folgendes geschrieben:
2. Was haben die "Vorwürfe" gegen BH, an denen "etwas dran" sein soll, mit dem Thema "Fanszene beim HSV" zu tun? Und mit dem Thema "Reichert"? Und wer hätte was intern machen müssen? Ordne doch mal kurz deine Gedanken, danke Shocked


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Der ehemalige BSHH
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BeitragVerfasst am: 24. Aug 2006, 14:28     Antworten mit Zitat Nach oben


Es war richtig von Bandow, zu den Vorwürfen sofort und konkret Stellung zu nehmen. Er hat mit die einzig maßgeblichen Vorwürfe klar dementiert und die Arbeit des Vorstands ausdrücklich gelobt. Anders als BrigateRosse entnehme ich Bandows Äußerungen keine Kritik an Hoffmann, erst recht nicht im Zusammenhang mit der Zusammenarbeit mit Reichert.

Damit sollte dieses Thema m.E. erledigt sein, denn der Kritiker hat sich nur anonym und überwiegend sachfremd geäußert. Ich finde es allerdings unangemessen, Hunke entsprechend zu beschuldigen. Ich kann seine Haltung meist auch nicht nachvollziehen, aber er hat sich ansonsten in der Öffentlichkeit gerade namentlich zitieren lassen; so ein Verhalten passt daher nicht zu ihm. Außerdem gelten die Grundsätze der Fairness, die hier fast alle für Hoffmann angenommen haben, ebenso für Hunke.

Ich bin mit Hoffmanns Wirken allerdings aus anderen Gründen unzufrieden, die PrivateParts hier schon sehr gut erläutert hat. Da es dabei um finanzielle Fragestellungen geht, halte ich eine Erörterung im Finanz-Thread für sinnvoller.

Gruß,
BSHH
kHamsun
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BeitragVerfasst am: 24. Aug 2006, 14:39     Antworten mit Zitat Nach oben


Der ehemalige BSHH hat am 24. Aug 2006 um 15:28 Uhr folgendes geschrieben:
Ich finde es allerdings unangemessen, Hunke entsprechend zu beschuldigen. Ich kann seine Haltung meist auch nicht nachvollziehen, aber er hat sich ansonsten in der Öffentlichkeit gerade namentlich zitieren lassen; so ein Verhalten passt daher nicht zu ihm. Außerdem gelten die Grundsätze der Fairness, die hier fast alle für Hoffmann angenommen haben, ebenso für Hunke.

Natürlich muss auch für Hunke die Unschuldsvermutung gelten. Allerdings spricht m.E. nichts dagegen, hier in verhältnismäßig kleiner Runde nach den Ursachen für diesen Artikel zu forschen. Hunke hat sich in der Vergangenheit oft zitieren lassen, wenn er über die Presse (Vereinskollegen an)ging. Über die Höhe der Dunkelziffer, d.h. jene Fälle, in denen er Interna oder solche, die es werden sollten, ausplauderte, ohne dabei seinen Namen zu nennen, wissen wir freilich nichts. Daher ist es jedenfalls im Bereich des Möglichen, dass er (auch) diesmal der Drahtzieher war oder zumindest zu diesem Kreis gehörte. Und immerhin verbindet ihn mit dem für den beanstandeten Artikel verantwortlichen Abenblatt-Redakteur seit Jahren ein freundschaftliches Verhältnis. Für eine solche Vermutung sprechen also Motiv und Möglichkeit, natürlich sollte das ganze nicht zu einer Hetzjagd verkommen - das übernimmt im Zweifel der Mob "drüben". Wink
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Dauerloi!fer
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BeitragVerfasst am: 24. Aug 2006, 14:51     Antworten mit Zitat Nach oben


@ BrigateRosse:

Es geht in diesem Fred eher nicht darum, Bernd Hoffmann als Unsympathen darzustellen und seinen fehlenden Bezug zur Fanszene bzw. Christian Reichert (wieder) zu erörtern.

Es stehen massive Vorwürfe bzgl. des Finanzgebarens im Raum, die in dieser lächerlichen Form geäussert vereinsschädigend wirken. Ich habe da so meine Pappenheimer im Verdacht, aber ich denke (und hoffe), dass der oder die Übeltäter früh genug entlarvt werden.
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BrigateRosse
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BeitragVerfasst am: 24. Aug 2006, 16:14     Antworten mit Zitat Nach oben


Dauerloi!fer hat am 24. Aug 2006 um 14:51 Uhr folgendes geschrieben:
@ BrigateRosse:

Es geht in diesem Fred eher nicht darum, Bernd Hoffmann als Unsympathen darzustellen und seinen fehlenden Bezug zur Fanszene bzw. Christian Reichert (wieder) zu erörtern.

Es stehen massive Vorwürfe bzgl. des Finanzgebarens im Raum, die in dieser lächerlichen Form geäussert vereinsschädigend wirken. Ich habe da so meine Pappenheimer im Verdacht, aber ich denke (und hoffe), dass der oder die Übeltäter früh genug entlarvt werden.


Schon klar, Wüstenfuchs. Die Vorwürfe ggü. dem Abendblatt zu äußern (und dass habe ich blöderweise nicht geschrieben) halte ich ebenfalls für falsch. Allerdings: Die Geschichten bezüglich Transfergeldern sind für mich nicht neu. Ganz einfach.

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Der ehemalige BSHH
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BeitragVerfasst am: 24. Aug 2006, 17:38     Antworten mit Zitat Nach oben


BrigateRosse hat am 24. Aug 2006 um 16:14 Uhr folgendes geschrieben:
(...) Die Geschichten bezüglich Transfergeldern sind für mich nicht neu. Ganz einfach.


Bandow hat jedoch eine unvollständige Information über die letzten Transfers verneint. Mithin bliebe allein die Frage ungeklärt, inwieweit der Aufsichtsrat über die Erlösbeteiligung für Olympique Marseille bei einem Weiterverkauf van Buytens rechtzeitig unterrichtet war. Hierzu hat sich Bandow nicht explizit geäußert, der anonyme Aufsichtsrat laut Abendblatt zumindest nicht näher. Mehrere Nutzer hier meinen allerdings, sich an damalige Pressemeldungen erinnern zu können, in denen eine solche Erlösbeteiligung genannt wurde.

Du behauptest, von angeblichen Versäumnissen Hoffmann im Hinblick auf "Transfergelder" zu wissen bzw. gewusst zu haben. Unter der Prämisse, dass es sich bei Dir nicht um einen Vorstand oder Aufsichtsrat handelt, wäre es sehr interessant zu erfahren, inwieweit Dein behauptetes Wissen auf der Indiskretion eines Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglied Wissen beruht. Demm ebenjenes Mitglied hätte die Schweigepflicht verletzt und wäre aus dem Gremium - und m.E. auch gerne aus dem Verein - zu entfernen.

Gruß,
BSHH
ULYSSES
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BeitragVerfasst am: 31. Aug 2006, 11:38     Antworten mit Zitat Nach oben


Der Chef spricht in der FAZ:


Teamarbeiter: Bernd Hoffmann
Interview mit Bernd Hoffmann
„Vieles wird hier sehr kritisch gesehen”




31. August 2006 Bernd Hoffmann, Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV, spricht im F.A.Z.-Interview über die Entwicklung und Transferpolitk des Bundesliga-Klubs und über das Zusammenspiel mit Trainer Thomas Doll.


Sie haben am Mittwoch Juan Pablo Sorin, den Kapitän der argentinischen Nationalmannschaft, bis 2009 verpflichtet. Macht es Sie stolz, daß solch ein Spieler zum HSV kommt?

Ja, es zeigt, daß wir eine wirklich gute Adresse in Europa geworden sind.


"Wir sind eine gute Adresse geworden"
Trotz van der Vaart, Mathijssen, trotz Sorin: bei jedem verkauften Spieler gibt es erst einmal Kritik und Sorge um die Stärke der Mannschaft. Vermissen Sie das Vertrauen in die Arbeit des Vorstands?

In der Tat müßten wir nach den Transfers der vergangenen drei Jahre einen Vertrauensvorschuß haben. Die Fehlerquote, was Neuverpflichtungen anbetrifft, ist im Branchendurchschnitt gering, seit Dietmar Beiersdorfer Sportchef ist. Dennoch wird vieles sehr kritisch gesehen, weil Nachhaltigkeit beim HSV in den letzten 20 Jahren ein Fremdwort war. Es gab sportliche Rausreißer, die sich leider bald als Fußnote der Geschichte erwiesen haben. Vielleicht liegt das Mißtrauen auch daran, daß unser Führungsteam nicht seit 30 Jahren zum Bundesliga-Establishment gehört.

Die Bayern behalten Hargreaves, Sie lassen Boulahrouz ziehen, warum?


Bei Boulahrouz war die Trennung unter Abwägung aller Aspekte, vor allem der Transfersumme und der Chance, Boulahrouz direkt durch Joris Mathijssen zu ersetzen, die inhaltlich richtige Entscheidung.

Vergißt der HSV bei aller Zukunftsplanung nicht die Gegenwart?

Wir sprechen von einer Gegenwart mit der Champions-League-Qualifikation, mit einer wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit, die dieser Verein in seiner Geschichte noch nicht hatte, mit einem Kader von einer Qualität wie seit 20 Jahren nicht. Die Gegenwart ist exzellent. Es ist unsere Aufgabe, aus den Möglichkeiten, die der Verein und der Kader bieten, sportlichen Erfolg zu machen. Niemand vergißt dabei das Hier und Jetzt.

Mancher vermißt Herz und Tradition beim HSV.

Der Zuspruch, den wir aktuell erfahren, ist überwältigend. Am Montag standen die Menschen hier acht Stunden an, um Champions-League-Karten zu bekommen. Die Faszination und das Interesse am HSV sind ungebrochen, aber genau in dieser Situation sind die Gefahren größer denn je: Diskussionen um Transfers, Gehaltserhöhungen, Wechselabsichten verstellen den Blick auf das Wesentliche, den Fußball. Das wird in diesem Transferfenster so deutlich wie noch nie.

Auch für Sie sind es harte Zeiten; es gab im Aufsichtsrat öffentliche Kritik, Inhalte aus Verträgen sickerten durch.

Es gibt keine Geheimnisse in der Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat. Nach der Euphorie in der vergangenen Saison ist die Erwartungshaltung überall riesig. Es sind unruhige Zeiten. Aber es sind keine schlimmen Zeiten. Ich bin selten mit größerer Freude ins Büro gegangen als aktuell.

Woher kommt die Kritik der Räte?

Wir arbeiten mit großen Teilen des Aufsichtsrates seit dreieinhalb Jahren exzellent zusammen. Aber Indiskretionen und das viele Gerede, das gehört scheinbar auch zur Emotionalität des Fußballgeschäfts. Ich wünsche mir generell aber mehr Gelassenheit, Ruhe, Augenmaß.

Überrascht Sie die oft persönliche Kritik?

Das überrascht mich, ja. Aber es beeinflußt mich nicht. Wichtig ist Klarheit in den Aussagen und Entscheidungen - als jedermanns Liebling werden wir in Europa nicht dauerhaft reüssieren.

Wann beginnt der HSV die 20 Millionen Euro, die nicht durch Eigenkapital gedeckt sind, abzubauen?

Wir wollen das negative Eigenkapital in dieser Saison halbieren.
Wir werden unsere Kosten nicht in Dimensionen steigern, die wir nicht mehr halten können, falls wir nächste Saison nicht Champions League spielen. Bis 2011 wollen wir das negative Eigenkapital auf Null führen.

Aber so richtig beendet ist die Arbeit an einem Bundesligakader nie...

Das ist die Herausforderung. Immer wenn man denkt, man hat eine Baustelle erledigt, wandert der ganze Verein als Wanderbaustelle weiter. Wir haben uns den Start auch anders vorgestellt als diese Situation nach drei Spieltagen: zwei Rote Karten, drei Punkte, vier Verletzte.

Trainer Thomas Doll trägt alle Entscheidungen tapfer mit?

Entscheidungen werden bei uns nur im Team gefällt. Es gibt keine Entscheidungen gegen das Votum des Sportchefs oder des Trainers. Wenn der vielbeschworene Millionenstürmer nicht kommt, dann kommt er nicht deswegen nicht, weil wir es nicht versucht haben, sondern weil es einfach unter Abwägung aller Kriterien nicht möglich war. Das weiß Thomas Doll.

Empfindet die HSV-Führung sich als verschworene Gemeinschaft?

Wir sind immun gegen das Empfinden vom klassischen Mißerfolg. Wenn wir mal nicht unter die ersten drei bis vier kommen, und das hat der HSV ja oft genug erlebt, würden wir die Lage gemeinsam durchstehen, weil wir es für einen Zwischenschritt in der sportlichen Entwicklung halten. Aber wir sind ja nicht allein auf dem Planeten: Diese Gelassenheit, mit dem sportlichen Mißerfolg umzugehen, gibt es fast nicht mehr.

Das Gespräch führte Frank Heike.

DANKE!
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KAIFU
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BeitragVerfasst am: 31. Aug 2006, 11:43     Antworten mit Zitat Nach oben


daumen hoch

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Sheijian
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BeitragVerfasst am: 31. Aug 2006, 12:05     Antworten mit Zitat Nach oben


hsvklatsch

Sehr schönes Interview.
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Aziz
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BeitragVerfasst am: 31. Aug 2006, 13:42     Antworten mit Zitat Nach oben


Finde ich auch sehr gelungen und die Fragen von der FAZ gut recherchiert.
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KAIFU
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BeitragVerfasst am: 13. Okt 2006, 07:03     Antworten mit Zitat Nach oben



13.10.06
"Auf lange Sicht sind wir nicht mehr konkurrenzfähig"

Der morgige HSV-Gegner Schalke 04 hat mit 100 Millionen Euro einen der größten Sponsorenverträge der Bundesliga-Geschichte abgeschlossen. International rüsten die Klubs durch Privatinvestoren auf. HSV-Boss Bernd Hoffmann über die Risiken für die Bundesliga, die Vereinsverkäufe verbietet.

ABENDBLATT: Herr Hoffmann, Schalke hat mit dem russischen Unternehmen "Gazprom" mit rund 100 Millionen Euro gerade einen der größten Werbeverträge der Bundesliga-Geschichte abgeschlossen. Werden Sie als HSV-Boss da neidisch?

BERND HOFFMANN: Nein. Ich zolle Anerkennung für diesen guten Vertrag. Wir sind mit unserem Hauptsponsor Fly Emirates sehr zufrieden, müssen aber sportlich jetzt dauerhaft Ergebnisse liefern, die unsere Verhandlungsposition weiter verbessern. Schalke ist uns da mit ihren Europapokalteilnahmen in den letzten zehn Jahren noch voraus. Andererseits waren wir mit unseren Mitteln in den letzten Jahren trotzdem in der Lage, die nötigen Investitionen zu tätigen.

ABENDBLATT: Hat Schalke in Zeiten von Abramowitsch den einzig zeitgemäßen Weg eingeschlagen?

HOFFMANN: Schalke hat damit die Chance, aufzuschließen zu den anderen europäischen Ländern mit besseren wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten. Die Bundesliga ist wirtschaftlich in zwei Bereichen ins Hintertreffen geraten. Erstens bei der Entwicklung der TV-Gelder. Da sind Frankreich und vor allem England um Längen voraus. Zweitens bei den Investoren. Egal, ob es Finanzinvestoren wie bei Westham United oder private Investoren wie bei Chelsea London sind. Diese Klubs ziehen Investoren an, weil sie den Besitz von Mehrheitsanteilen ermöglichen.

ABENDBLATT: Steht dem Fußball ein Wettrüsten fußballbegeisterter Milliardäre bevor?

HOFFMANN: Das ist eine Entwicklung, die in ganz Europa immer stärker an Bedeutung gewinnt. In Italien gibt es Berlusconi, bei Villarreal einen Roig oder Abramowitsch in Chelsea. Das zeigt aber auch das mögliche Interesse des indischen Milliardärs Mittal am Erwerb von ZSKA Sofia. Diesen Investoren ist es egal, ob sie in der ersten Zeit Verluste machen. Da werden Klubs wie wir, die seit Jahren eine schwarze Null schreiben, auf Sicht nicht mehr konkurrenzfähig sein. Diese Option wird es in Deutschland nicht geben, solange die DFL-Statuten den Verkauf des Vereins verbieten. Daher brauchen wir intelligente Konzepte. Deals wie jetzt bei Schalke oder der Ausbau der Business-Bereiche und des Merchandising-Absatzes bei den Klubs sind ein erster Schritt. Aber selbst, wenn wir uns im Vermarktungsbereich zur Decke strecken, reicht es nicht aus, um dauerhaft auf Augenhöhe zu bleiben.

ABENDBLATT: Inwieweit?

HOFFMANN: Solange Klubs völlig unabhängig von ihrem wirtschaftlichen Ergebnis die Ausgaben für Spielergehälter immer weiter nach oben drehen können, wird es immer mehr und immer internationalere Nachfragen nach Topspielern geben. Wir konkurrieren nicht mehr nur mit den vier Topligen England, Italien, Spanien und Frankreich, sondern inzwischen mit ganz Europa. Vor fünf Jahren wäre es undenkbar gewesen, dass ein internationaler Top-Spieler nach Moskau wechselt. Inzwischen sind nicht nur die wirtschaftlichen Möglichkeiten, sondern auch die infrastrukturellen Bedingungen sehr gut.

ABENDBLATT: Sind deshalb Spieler wie Boulahrouz und van Buyten nicht zu halten? Zumal die Spieler über wachsenden Einfluss verfügen und Ihre Wechsel immer häufiger forcieren.

HOFFMANN: Es ist eine grundsätzliche Entwicklung, die mehr als bedenklich ist. Wenn ich höre, dass in England ein Spieler sogar ein Eigentor angedroht haben soll, falls ihn der Verein nicht ziehen lässt, dann müssen wir uns alle ganz ernsthaft Gedanken machen, wohin das führen kann.

ABENDBLATT: Wie reagiert der HSV darauf?

HOFFMANN: Wir machen uns auch Gedanken, schließlich haben uns diese Tendenzen auch erreicht. Auch wenn die Spieler sich zunehmend als Einzelunternehmer sehen, stellen sie dem Verein mit ihrer Unterschrift ihre Leistung in vollem Umfang zur Verfügung. Dazu gehört auch die Loyalität außerhalb des Platzes. Wir werden unsere Spieler noch deutlicher darauf hinweisen, dass sie mit ihrer Vertragsunterschrift ein klares Bekenntnis zum HSV abgeben.

ABENDBLATT: Was wäre Ihrer Meinung nach der richtige Weg?

HOFFMANN: Faktisch haben wir uns dagegen entschieden, Vereinseigentümer zuzulassen. Dadurch haben sich allerdings jetzt schon wirtschaftliche und sportliche Unterschiede manifestiert. Hier ist die UEFA aufgefordert, Regelungen zu finden, die eine Gehaltsobergrenze für einen Spielerkader festschreiben. Dies könnte z. B. in Form eines maximalen Prozentsatzes geschehen, der für die Spielergehälter im Verhältnis zum Gesamtumsatz des Vereins festgeschrieben wird. So würde vernünftiges Wirtschaften belohnt und dem Wettrüsten fußballfremder Investoren Einhalt geboten.
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ArthurDent
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BeitragVerfasst am: 13. Okt 2006, 08:50     Antworten mit Zitat Nach oben


die begrenzung des spieleretats, gekoppelt an den umsatz des vereins, brachte letztens ja auch hertha-hoeneß bereits ins gespräch. klingt zunächst nach einer sinnvollen maßnahme, mit der richtig was erreicht werden könnte.
aber: rechtlich dürfte das schwierig werden, da die uefa ja bei ihren statuten auch die freiheiten des arbeitsmarktes berücksichtigen muss. sie hat es schließlich längst nicht mehr mit sportskameraden zu tun, sondern mit vereinen als wirtschaftsunternehmen und deren söldnern. würde sie spieler xy das verdienen einer bestimmten summe verbieten, käme sicherlich eine klage vor irgendeinem europäischen gerichtshof nach. und was das angeht bin ich sehr sicher, dass der spieler gewinnen würde.

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ULYSSES
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BeitragVerfasst am: 13. Okt 2006, 09:39     Antworten mit Zitat Nach oben


Ich finde diesen Vorschlag gar nicht so übel. In den USA gibt es das z. B. in der NFL oder MLB auch, daß Grenzen nach oben gesetzt werden.
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Theseus
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BeitragVerfasst am: 13. Okt 2006, 09:50     Antworten mit Zitat Nach oben


ULYSSES hat am 13. Okt 2006 um 10:39 Uhr folgendes geschrieben:
Ich finde diesen Vorschlag gar nicht so übel. In den USA gibt es das z. B. in der NFL oder MLB auch, daß Grenzen nach oben gesetzt werden.


Der Vorteil dieser Ligen ist aber - stark vereinfacht ausgedrückt -, dass diese selbst als Unternehmen organisiert sind und die Teams schlichte Lizenznehmer oder gar Sub-Unternehmer sind. Für detaillierte Ausführungen zu diesem Thema verweise ich aber an den geschätzten, überwiegend zufriedenen Sportskamerad Osyruz, der über diese Frage mW "diplomierte".

Aber sinnvoll wäre eine solche Regelung allemal...
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Crix
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BeitragVerfasst am: 13. Okt 2006, 10:14     Antworten mit Zitat Nach oben


Theseus hat am 13. Okt 2006 um 10:50 Uhr folgendes geschrieben:
Für detaillierte Ausführungen zu diesem Thema verweise ich aber an den geschätzten, überwiegend zufriedenen Sportskamerad Osyruz, der über diese Frage mW "diplomierte".

Aber sinnvoll wäre eine solche Regelung allemal...
Dies wäre ein höchst lesenswerte Arbeit Idea Vielleicht ist der zufriedene User nach dem sich nun auch die Uhr richtet ja bereit uns einige kostproben zu offerieren Wink

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BeitragVerfasst am: 13. Okt 2006, 10:22     Antworten mit Zitat Nach oben


ULYSSES hat am 13. Okt 2006 um 09:39 Uhr folgendes geschrieben:
Ich finde diesen Vorschlag gar nicht so übel. In den USA gibt es das z. B. in der NFL oder MLB auch, daß Grenzen nach oben gesetzt werden.


Wegen zahlreicher Öffnungsklauseln und Umgehungsmöglichkeiten schafft die "Salary Cap" in den USA aber auch keine ausgeglichenen Verhältnisse. Wegen der unternehmensähnlichen Struktur der dortigen geschlossenen Ligen halte ich dieses Modell auch nicht mit dem stark wettbewerbsorienterten europäischen Verbandsligen für vergleichbar. Für mehr Wettbewerb innerhalb einer Liga werden dort allerdings die Einnahmen zu gleichen Teilen an die Teilnehmer ausgeschüttet. Von dieser Vorgehensweise hat man sich in Europa aber bewusst verabschiedet.

Hoffmanns Äußerungen zur Wettbewerbsungleichheit erinnert mich an Hoeneß'sches Gejammer; auch seine Änderungsvorschläge sind ähnlich sinnlos. die Gegenmaßnahmen würden stets an den zahlreichen Gestaltungs- bzw. Umgehungsmöglichkeiten scheitern. Da die Clubs verschiedene lokale Märkte bedienen, wird es immer deutliche Unterschiede geben - die Hoffmann und Hoeneß plötzlich überhaupt nicht stören oder gar dazu veranlassen würden, an albanische Vereine einen Solidaritätsbeitrag zu leisten.

Deswegen finde ich solche Appelle regelmäßig scheinheilig und populistisch. Mehrheitsbesitz an Fußballteams gibt es schon seit Jahrzehnten, ohne dass der Wettbewerb dadurch nachhaltig gestört wäre. Auch an Privatpersonen oder Unternehmen veräußerte Transferrechte sind lange bekannt. Aber erst jetzt, wo unter unbekannten Umständen akkumulierte Gelder aus dem Osten investiert werden, belästigt man uns mit dem Aufschrei der selbsternannten Mahner.

Gruß,
BSHH

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ULYSSES
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BeitragVerfasst am: 13. Okt 2006, 16:01     Antworten mit Zitat Nach oben


Geht denn die DFL nicht auch schon in die Richtung "Unternehmensverband"? Sorry k. A.. Dann gäbe es ja noch die G14, die sich schon privatrechtlich organisiert hat.

Der Salary Cap funktioniert meines Erachtens ganz gut. Die NFL ist das am besten funktionierende kommunistische System der Welt. Jedes Jahr gibt es einen neuen Super Bowl Champion, der dann seine besten Spieler verliert, weil andere Vereine diesen mehr bieten können. Dazu muß er als letzter bei den Nachwuchsspielern draften. Da herrscht schon eine gewisse Gleichmacherei. Ähnlich ist beim MLB. Die Yankees geben das meiste Geld aus, müssen dafür eine Luxury Tax an die geizigen Vereine zahlen und gewinnen trotzdem seit ein paar Jahren (leider) nicht mehr die WS.
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hamburgguerilla
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BeitragVerfasst am: 13. Okt 2006, 17:57     Antworten mit Zitat Nach oben


ULYSSES hat am 13. Okt 2006 um 16:01 Uhr folgendes geschrieben:
Jedes Jahr gibt es einen neuen Super Bowl Champion, der dann seine besten Spieler verliert, weil andere Vereine diesen mehr bieten können. Dazu muß er als letzter bei den Nachwuchsspielern draften


Würde die Sache spannender machen. Wenn aber ständig die Spieler wechseln, fällt es schwer sich noch mit seinem Team zu identifizieren schalumeier
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BeitragVerfasst am: 13. Okt 2006, 18:26     Antworten mit Zitat Nach oben


ULYSSES hat am 13. Okt 2006 um 16:01 Uhr folgendes geschrieben:
Geht denn die DFL nicht auch schon in die Richtung "Unternehmensverband"? Sorry k. A.. Dann gäbe es ja noch die G14, die sich schon privatrechtlich organisiert hat.

Der Salary Cap funktioniert meines Erachtens ganz gut. Die NFL ist das am besten funktionierende kommunistische System der Welt. Jedes Jahr gibt es einen neuen Super Bowl Champion, der dann seine besten Spieler verliert, weil andere Vereine diesen mehr bieten können. Dazu muß er als letzter bei den Nachwuchsspielern draften. Da herrscht schon eine gewisse Gleichmacherei. Ähnlich ist beim MLB. Die Yankees geben das meiste Geld aus, müssen dafür eine Luxury Tax an die geizigen Vereine zahlen und gewinnen trotzdem seit ein paar Jahren (leider) nicht mehr die WS.


Die DFL (und die bedeutungslose G14 ebenso) mag körperschaftlich strukturiert sein. Der Zugang zu den europäischen Ligen ist aber - im Gegensatz zu den nordamerikanischen - insbesondere durch sportliche Kriterien bestimmt. Dort ist das Systen tatsächlich quasi-kommunistisch: Die Ligaorganisation bestimmt nahezu alles, aber da alle Beteiligten ansonsten wohl weniger verdienen würden, wirken sie freiwillig als faktische Untertanen mit.

Hieraus folgt aber auch, dass dortige Richtlinien im europäischen Fußball kaum durchsetzbar sind. Eine Zuweisung von Auslands- und Nachwuchsspielern ist derzeit ebensowenig vorstellbar (und wäre wohl insbesondere innerhalb der EU rechtlich sehr problematisch) wie die gleiche Verteilung von TV- und Werbeerlösen der Liga.

Gehaltsobergrenzen sind dagegen m.E. schon in Nordamerika wenig wirkungsvoll (wesentlich fundierter, aber glücklicherweise ähnlich sieht es auch der Verfasser dieser Studie). Die nun auch von Hoffmann vorgeschlagene relative Gehaltsobergrenze ist sogar theoretisch unsinnig, denn durch die variable und beeinflussbare Bemessungsgrenze "Umsatz" werden bestehende Unterschiede nur durch eine Verbindlichkeit der Gehaltsinvestitionen zusätzlich manifestiert. Und es würde den Einfluss "fußballfremder Investoren" (Hoffmann möchte hoffentlich nicht, dass statt derer Ligakonkurrenten Vereinsanteile übernehmen) auch nicht beeinträchtigen; statt hoher Zuwendungen der Eigentümer schließen dann eben deren Unternehmen Marketing- und sonstige Verträge mit den Clubs ab und steigern auf diese Weise Umsatz und Gehaltsvolumen.

Abgesehen davon halte ich es auch nicht für sonderlich geschickt, über den Einfluss finanzkräftiger Investoren im internationalen Fußball zu Lasten des HSV zu dozieren, während sich das Team noch nicht einmal gegen Mannschaften wie die Stuttgarter Kickers, Bielefeld oder Cottbus durchsetzen kann. Das erinnert mich etwas an seine unglückliche und unnötige Wunschbekundung, wenn der HSV unter den besten x Clubs Europas stehen solle (Gehässige dürfen in den letzten Satz "HSV" durch "KSC 2000" ersetzen).

Gruß,
BSHH

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BeitragVerfasst am: 12. Nov 2006, 23:20     Antworten mit Zitat Nach oben


Hoffmann: "Die Situation ist sehr kritisch"
So 12 Nov, 11:16 Uhr

(sid) Nach dem enttäuschenden 1:1-Unentschieden des Hamburger SV gegen Borussia Mönchengladbach am 12. Bundesliga-Spieltag, stellte sich Bernd Hoffmann den Fragen der Journalisten. Dabei kritisierte der Vorstands-Chef des HSV die Einstellung einiger Spieler.

Frage: "Herr Hoffmann, wieder kein Heimsieg, nach dem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach steckt der HSV wohl endgültig im Abstiegskampf. Wie beurteilen Sie die Lage?"

Bernd Hoffmann: "Die Tabelle lügt nie. Wir müssen sehen, dass wir da unten raus kommen. Die Situation ist nicht schön zu reden, sondern sehr kritisch."

Frage: "Wie haben Sie das Spiel gesehen?"

Hoffmann: "Das Spiel war wieder enttäuschend. Ich war mir vorher ganz sicher, dass es einen Sieg gibt. Und ich hatte die Hoffnung, dass wir auch mal ein schlechtes Spiel gewinnen. Aber auch das klappt nicht."

Frage: "Haben Sie den Eindruck, dass alle in der Mannschaft begriffen haben, wie ernst die Lage inzwischen ist?"

Hoffmann: "Nein. Diesen Eindruck habe ich nicht. Einige haben scheinbar die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt. Man muss Leidenschaft erwarten können von den Spielern, die für den HSV auflaufen."

Frage: "Wie soll diesen Spielern denn klar gemacht werden, worum es geht? Wollen Sie die zum Gespräch bitten?"

Hoffmann: "Nein, das zu vermitteln ist Aufgabe des Trainers und des Sportchefs. Nicht meine."

Frage: "Glauben Sie denn, dass Trainer Thomas Doll noch der Richtige dafür ist?"

Hoffmann: "Es gibt keinen Zweifel an Doll. Er hat hier einen Vertrag, und den erfüllt er. Wir wollen ihn nicht nur in den nächsten Wochen, sondern die nächsten Jahre. Ehrlich gesagt kann ich die permanenten Fragen nach seiner Zukunft und die Sorgen über einen möglichen Rücktritt nicht mehr hören."

Frage: "Inzwischen wächst auch die Kritik am Vorstand und der Personalpolitik immer mehr. Haben Sie dafür Verständnis?"

Hoffmann: "Nein. Die Kritik am Vorstand kann ich inhaltlich nicht nachvollziehen. Wir haben während der ganzen Saison noch nicht mit der Wunsch-Mannschaft spielen können, die wir verpflichtet haben. Abgesehen davon standen elf HSVer auf dem Platz, die gegen die seit einem Jahr auswärtsschwächste Mannschaft der Liga mit 1:0 führen. Und sie sind nicht in der Lage, das nach Hause zu bringen. Das ist lausig."
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