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 Verfassung für Europa Nächstes Thema anzeigen
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Poll :: Gemeinsame Verfassung?

Ja     
53%
     53%  [7]
Nein     
38%
     38%  [5]
Warum     
7%
     7%  [1]
Stimmen insgesamt : 13


Autor Nachricht
MetabaronHH
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BeitragVerfasst am: 30. Mai 2005, 20:44     Titel: Verfassung für Europa Antworten mit Zitat Nach oben


Gestern hat in einer demokratischen Entscheidung über die Hälfte der an der Wahl beteiligten Franzosen "Non" zur gemeinsamen "Europäischen Verfassung" gesagt!

Watt nu?
Darf man dieses Votum nun solange übergehen bis eine Mehrheit "Ja / Oui" sagt?

Ich persönlich würde mir ein wirklich gemeinsames, vereintes Europa wünschen!
Aber allein durch die verschiedenen Zustimmungsmodi innerhalb Europas ( gewählte Volksvertreter <-> Volksabstimmung ) wird man wohl nie einen "gemeinsamen Nenner" bekommen!

Durch die z. Zt. in der BRD "vorherrschende Meinung der einfachen Bürger" (zuwenig ICH, zuviel die Anderen) wäre wahrscheinlich auch ein Volksentscheid in der BRD negativ ausgegangen!?

Also kein gemeinsames Europa?
Ich behaupte jetzt mal, dass in in "Krisenzeiten" fast Jedem das Hemd näher ist als die Hose! ( Im Endeffekt bedeutet das: Ich immer zu Erst, dann mein Land und dann vielleicht mein Kontinent? )

Ich befürchte, dass diese "EU-Verfasssung" z. Zt. auch innerhalb der (wahlberechtigten) Europa-Bürger auf wenig Gegenliebe stösst!

Daher: Pro gemeinsames, auch über geografische Grenzen hinaus, Europa!
Leider sind wir ( Entscheidungsträger ) aus meiner Sicht zum völlig falschen Zeitpunkt vor diese Wahl gestellt worden!

In der Hoffnung auch in einem politischen Thema weiterhin die hier gepflegten Umgangsformen zu wahren verbleibe ich mit freundlichem Gruss

MetrabaronHH


ps. Wenn dieser Thread eskalieren sollte, stimmen ich einer sofortigen Schliessung zu! ( Pro Boared-Kultur! )
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Bruder Benni
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BeitragVerfasst am: 30. Mai 2005, 20:55     Antworten mit Zitat Nach oben


obwohl ich mich für politisch recht gut informiert halte, weiss ich nicht hundertprozentig, was in der eu-verfassung eigentlich so drinsteht (ich hatte letzte woche mal eine niederschrift in der hauspost - ist jedoch mit den tonnen an werbung wohl im altpapier gelandet).
ich denke, es geht der absoluten mehrzahl der franzosen genauso wie mir, und das "non" ist eher als denkzettel für die regierung zu sehen.

ich wüsste auch nicht, was denn ablehnungswürdiges in so einer verfassung stehen sollte, warum man also dagegen sein sollte. (ausser eben dem o.g. grund, oder, wenn man eben gegen ein vereintes europa ist).

hier in österreich hat sich im übrigen hauptsächlich das BZÖ durch Aussenministerin Ferrero-Waldner durch gejammere über die ablehnung hervorgetan, was mir die ganze geschichte wieder suspekt macht.

ps: was meinst du mit eskalieren? ich denke, wir sind erwachsen genug, um nicht in den ot wi/po-stil des boreds zu verfallen Wink boxer smokin

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BeitragVerfasst am: 30. Mai 2005, 21:07     Antworten mit Zitat Nach oben


Sicherlich dürfte einiges an Tagespolitik das Votum in Frankreich beeinflusst haben.

Doch sollte man sich nicht täuschen, viele Menschen lehnen Europa ab, nicht diese Verfassung im speziellen (die kennt eh keiner so genau), aber die ganze Richtung eines immer weiter expandierenden Super-Molochs, dessen Geld- (von innen nach außen) und Menschenströme (von außen nach innen) mittlerweile einen Druck erreicht haben, unter dem das Gleichgewicht der großen Volkswirtschaften zu zerbrechen droht. Entscheidungen werden von anonymen Beamten in Brüsseler Hinterzimmern getroffen, die dann mittels Einflüsterung ihre Vorgesetzten in der Kommission manipulieren, damit diese teils fatale Richtlinien und Verordnungen auf den Weg bringen. Der demokratisch gewählte Gesetzgeber, der Bundestag, kann nur noch abnicken, was aus Brüssel kommt, eine Kontrolle oder gar eine eigene Willensbildung findet nicht mehr statt. Traumatisch und bahnbrechend zugleich dazu die Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht zum Thema "Europäischer Haftbefehl". Keine Debatte, keine Zeit zum Nachlesen und Nachdenken, hoch das Händchen im Namen des Imperiums und schon ist wieder irgendein Gesetz gewordenes Ungetüm in die Welt gesetzt....

Ich bin für ein demokratisches Europa freier Völker, die friedlich zusammenleben. Aber diese EU lehne ich ab. Chapeau, mes amis francaises et merci beaucoup.
Bruder Benni
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BeitragVerfasst am: 30. Mai 2005, 21:18     Antworten mit Zitat Nach oben


@ehrenamtlicher: diesen pin würde ich, hätte ich einen güldenen füllfederhalter zur handvorbehaltlos unterschreiben.

allerdings bezweifle ich, dass sich auch nur ein bruchteil der franzosen derart viele gedanken zu dem thema gemacht hat...

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MetabaronHH
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BeitragVerfasst am: 30. Mai 2005, 21:24     Antworten mit Zitat Nach oben


Bruder Benni hat am 30. Mai 2005 um 21:55 Uhr folgendes geschrieben:
obwohl ich mich für politisch recht gut informiert halte, weiss ich nicht hundertprozentig, was in der eu-verfassung eigentlich so drinsteht (ich hatte letzte woche mal eine niederschrift in der hauspost - ist jedoch mit den tonnen an werbung wohl im altpapier gelandet).
ich denke, es geht der absoluten mehrzahl der franzosen genauso wie mir, und das "non" ist eher als denkzettel für die regierung zu sehen.


Hi "Bruder Benni" !
Genau das halte ich für "Eines" der Probleme!
Diese unterschiedlichen Abstimmungen haben z. Zt. wohl nur mit den verschiedenen "nationalen", innerpolitischen Stimmungen innerhalb Europas zu tun! (geht es "Mir" / meinem Land ) geht es relaltiv gut, dann pro "Alles was meiner Regierung / meinem Volk" weiter hilft.

Geht es "Mir / Uns" relativ mies "hasse ich jeden Anderen" der sich auf "meine" Kosten ein besseres Leben wünscht! Z. Bsp. EU-Osterweiterung!

"Unpolitischer" Gruss
MetabaronHH
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Bruder Benni
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BeitragVerfasst am: 30. Mai 2005, 21:39     Antworten mit Zitat Nach oben


MetabaronHH hat am 30. Mai 2005 um 22:24 Uhr folgendes geschrieben:


Geht es "Mir / Uns" relativ mies "hasse ich jeden Anderen" der sich auf "meine" Kosten ein besseres Leben wünscht! Z. Bsp. EU-Osterweiterung!

"Unpolitischer" Gruss
MetabaronHH


auch du hast recht!
genau dieser, von mir zitierte punkt spiegelt aber auch wieder die informationsunwilligkeit vieler bürger wieder. ich habe beruflich hauptsächlich mit zwei ländern (slowakei, slowenien) zu tun, welche letztes jahr der eu beigetreten sind.
keiner derjenigen, die stammtischtreu behaupten, diese länder würden sich auf unsere kosten ein süsseres leben finanzieren lassen, hat auch nur ansatzweise eine ahnung, was dort abgeht. diese länder sind schon jetzt (bis aufs lohnniveau) mind. auf augenhöhe mit deutschland, österreich und konsorten. dort wird ein derartiges tempo im wachstum an den tag gelegt, dass sich manches, alteingesessenes eu-land eine scheibe davon abschneiden kann. mit einem unbeschreiblichen ehrgeiz werden dort sämtliche chancen, die sich durch die neue situation bieten, ergriffen (neues tor zum osten).
meine prognose ist, das diese länder in wenigen jahren - sofern sich nicht bei UNS gravierend etwas ändert - UNS "mitziehen" werden...

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MetabaronHH
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BeitragVerfasst am: 30. Mai 2005, 22:15     Antworten mit Zitat Nach oben


Keiner von uns würde ernsthaft bezweifeln, dass "Uns" sogar im internationalen Vergleich ein ge-/ vereinigtes Europa zu mehr "Macht" verhelfen würde!?

Z. Zt. sind wir EU-Länder + Kanditaten uns leider absolut nicht einig um eine gemeinsame Stimme zu erheben!

Die amerikanischen Bundesstaaten haben nur die Wahl zwischen Demokraten und Republikanern!

Wir haben "leider" immer die Wahl zwischen "Konservativen" und "Linken" und das zu jeder Zeit und den unterschiedlichsten Voraussetzungen!

Wenn es die Europäer tatsächlich mal schaffen mit einer Stimme (links, rechts, vorwärts oder rückwärts) Einheit zu beweisen, könnten wir uns "Macht" politisch zurück zu melden!

Ich habe einfach Angst vor einer " jedes Land macht was es will" Mentalität in Europa und des damit einhergehenden "egozentrismus-Mentalität" jedes Europäers!

Gruss MetabaronHH
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BeitragVerfasst am: 30. Mai 2005, 22:30     Antworten mit Zitat Nach oben


Nun ja, Wahl zwischen "Konservativen" und "Linken"... Ich fand den Ausspruch Herrn Gysis kürzlich recht treffend, daß man die derzeit etablierten Bundesparteien (CDU/CSU, SPD und Grüne) problemlos mit der FDP (=Neoliberalismus, in meinen Augen die Schiene der EU-Verfassung) ersetzen könnte, die seien in ihrer derzeitigen Ausrichtung auf ebenjenem Weg, mit vielleicht kleinen Abweichungen voneinander. Und 'ne wirkliche Demokratie im Sinne von Direktdemokratie oder Basisdemokratie gibt's hierzulande ja auch nicht...

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kHamsun
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BeitragVerfasst am: 30. Mai 2005, 22:48     Antworten mit Zitat Nach oben


Wie von Metabaron und dem ehrenamtlichen Besucher bereits erwähnt waren für die Entscheidung neben eher diffusen Ängsten vor Globalisierung, Privatisierung, vor den USA und dem Islam, vor Grenzöffnung und Osterweiterung ausschlaggebend. Aber auch konkretere Befürchtungen, die geplante Öffnung des Dienstleistungsmarkts durch Bolkestein könnte zum Lohndumping führen, dürften eine Rolle gespielt haben. Freilich war eine ablehnende Haltung gegenüber der Regierung und der politischen Klasse insgesamt mitursächlich, auch wenn die linke Opposition ebenfalls für die EU-Verfassung geworben hatte.
Insgesamt m.E. eine traurige, weil falsche Entscheidung - auch wenn das Wählerverhalten gut nachvollziehbar ist, denn die Verfassung wurde schlecht beworben: Weder durch einfache Verständlichkeit noch durch Identitätsstiftung kann man das voluminöse Werk schmackhaft machen. Aber die nächste Abstimmung kommt bestimmt.. Cool
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glissario
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BeitragVerfasst am: 31. Mai 2005, 09:52     Antworten mit Zitat Nach oben


Grundsätzlich muss man schonmal sagen, dass das "NON" auf die Kappe von Cirac geht, denn ein Volksentscheid war in Frankreich nicht nötig, er wollte aber mit solch einem Entscheid ein positives Signal setzen; Pech gehabt.

In Frankreich wurde laut Zeitungen etc. sehr intensiv über Europe und den Verfassungsvertrag diskutiert. Kaum ein Thema hat in Frankreich jemals so große Wellen geschlagen, wie dieser Entscheid. Daher ist für mich die hohe Wahlbeteiligung auch kein Wunder. Es ist also IMHO nicht richtig zu sagen, die Franzosen wären nicht gut informiert gewesen.

Wie gehts jetzt weiter? Es wird so weiter gehen, wie bisher. Einzelne Dinge aus dem Vertrag werden so als Erlasse/Gesetze etc. beschlossen und durchgeführt, oder sind bereits beschlossen. Ein Zitat eines EU-Parlamentariers: "Es gibt keinen Plan B, da wir uns Plan A ebnen werden!"

Wie es mit dem Gebilde EU weiter gehen wird, das steht für mich eh in den Sternen. Die große Erweiterungswelle geht viel zu schnell!!! Die Politik macht die ursprüngliche EU handlungsunfähig. Länder wie Bulgarien, Rumänien, Ukraine, Türkei würden nur weiter lähmen, dazugekommene Länder wir Polen tun dies bereits.

Ich könnte mir vorstellen, dass die EU, wie man sie heute kennt, als gemeinsames Organ bestehen bleibt, die großen Kernländer jedoch einen neuen Verbund starten, der wieder wirklich handeln kann!
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