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 Verkehrsunfall - Frage an die Juristen Nächstes Thema anzeigen
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Bundeskanzler2020
Altliga


Dabei seit: 08. Okt 2004
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BeitragVerfasst am: 29. Jul 2012, 09:35     Titel: Verkehrsunfall - Frage an die Juristen Antworten mit Zitat Nach oben


hallo!

habe mal eine frage oder bitte.

hatte gestern einen kleinen unfall.

eine junge dame hat beim rechtsabbiegen mit ihrem pkw ohne zu gucken, zu blinken und was auch immer mir die vorfahrt genommen (ich war mit dem rad unterwegs) und mich letztendlich vom rad gerammt.
hatte glück im unglück.
schürfunden an diversen gliedmaßen und evtl. bruch eines handknochens (muß morgen früh zum röntgen).
meine hose, mein hemd und mein rad haben ebenfalls diverse schäden.

die junge dame hat bei der polizei (wurde von einem zeugen gerufen) die schuld anerkannt und nichts bestritten ist auch auf dem schadensbogen unter 01 geführt und ich als 02.

ich bin jetzt nicht im rechtschutz oder ähnliches.

kann ich trotzdem ohne risiko und ohne kosten für mich einen anwalt in anspruch nehmen und schadenersatzforderungen stellen?

bin samstag im handballen mit einigen stichen genäht worden, wie gesagt einige schürfwunden und prellungen rechtsseitig von schulter bis knie.
lohnt so etwas überhaupt?
habe da 0 erfahrungen?!

danke!!

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Zwei Kinder zu haben ist das aufregendste Abenteuer, der schwerste Beruf, die größte Herausforderung und die glücklichste Erfahrung zugleich.
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X-Raider
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BeitragVerfasst am: 29. Jul 2012, 18:00     Antworten mit Zitat Nach oben


Ich bin kein Verkehrsrechtler,

grds. gilt im normalen Zivilprozess, dass Du als Geschädigter Dir rechtliche Hilfe holen kannst und der Verursacher dafür zahlen muss.

Bei Verkehrsunfällen steckt die Tücke im Detail. Häufig lässt sich nämlich keine 100:0 Verteilung der Verantwortung nachweisen, sondern 75:25 oder 60:40 etc.

Angenommen ein Gericht käme zu der Meinung, Du hättest zur Entstehung des Unfalls ebenfalls fahrlässig beigetragen mit 20%. Dann würdest Du 20% Deiner Anwaltskosten selbst tragen und nur 80% durch die Gegenseite erstattet bekommen. Du müsstest 20% der Gerichtskosten tragen und 20% eventueller Anwaltskosten der Gegenseite.

Die anwaltliche Erstberatung ist aber kostenmäßig gedeckelt, das ruiniert Dich nicht. Mein dringender Tipp lautet daher, such Dir einen Spezialisten für Verkehrsrecht und mach einen Termin für die Erstberatung. Ein Spezialist wird Dir sagen können, wie es sinnvollerweise weitergeht.

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THW
PASsant
PASsant


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BeitragVerfasst am: 29. Jul 2012, 19:40     Antworten mit Zitat Nach oben


Ich kann zwei Fälle aus der Praxis, meinem näheren Umfald beisteuern. Dies aber nicht als Anwalt, sondern aus ähnlich gelagerten Fällen aus dem Bekanntenkreis.

Fall a. Ähnlich gelagert Auto gegen Radfahrer. Eigentlich hatte der Radfahren zu einem größeren Teil mitschuld. Dennoch trug der Autofahrer am Ende alles, d.h. seine Versicherung zahlte Schmerzensgeld, Anwälte, etc.

Fall b. Auto gegen Fußgänger, inkl. Handbruch und Folgeschäden. Versicherung des Autofahres trug wie oben ebenfalls alles, inkl. Schmerzensgeld.

Hinzu kam bei beiden Fällen noch eine Verfahren der fahrlässigen Körperverletzung.

Das Thema mit Folgeschäden (aus Handbruch kann mehr werden, Stichwort Sudek & Co) mit ungewssen Folgeproblemem im Alter. Da würde ich das immer jetzt nachverfolgen. Wer weiß, was später noch kommt.
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bangi
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BeitragVerfasst am: 29. Jul 2012, 20:30     Antworten mit Zitat Nach oben


Die damalige Schmerzensgeldforderung für meine Frau durch einen RA hat sich gelohnt.
Die Versicherung hatte uns die Hälfte der Forderung gezahlt, er hat noch ein kurzes Schreiben nachgeschoben und daraufhin gabs die volle Summe.
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Bundeskanzler2020
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BeitragVerfasst am: 30. Jul 2012, 06:55     Antworten mit Zitat Nach oben


danke für die tipps.
werde heute kontakt zu einem ra mit erfahrungen bzgl. verkehrsrecht aufnehmen.

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Foo
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BeitragVerfasst am: 31. Jul 2012, 13:15     Antworten mit Zitat Nach oben


Aus meiner Berufspraxis kann ich x-raider nur unterstützen.

Insbesondere wenn die Dame eine Zeugin im Auto hatte, rate ich da eher zur Zurückhaltung mit vorschnellen Anwälten.

Gegebenfalls bietet deine Haftpflicht/Vollkasko dir ja etwas an? Je nach Versicherung kann man da ganz nette Unterstützung/Anwaltshotline etc. erhalten.

Und Loide: Verkehrs-RS kost keine Fuffzich Oiro im Jahr und lohnt sich, glaubt mir. Auch wenns für DICH jetzt zu spät ist. Wink

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Bundeskanzler2020
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BeitragVerfasst am: 31. Jul 2012, 13:37     Antworten mit Zitat Nach oben


Foo hat am 31. Jul 2012 um 13:15 Uhr folgendes geschrieben:
Aus meiner Berufspraxis kann ich x-raider nur unterstützen.

Insbesondere wenn die Dame eine Zeugin im Auto hatte, rate ich da eher zur Zurückhaltung mit vorschnellen Anwälten.

Gegebenfalls bietet deine Haftpflicht/Vollkasko dir ja etwas an? Je nach Versicherung kann man da ganz nette Unterstützung/Anwaltshotline etc. erhalten.

Und Loide: Verkehrs-RS kost keine Fuffzich Oiro im Jahr und lohnt sich, glaubt mir. Auch wenns für DICH jetzt zu spät ist. Wink


den zeugen habe ich, ihr zeuge ist gerade 2 jahre alt.
die wache hat mich aber heute früh angerufen, ob ich eine strafanzeige stellen möchte, dabei sagte mir der beamte, die sache ist abolut eindeutig.

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BSHH
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BeitragVerfasst am: 31. Jul 2012, 14:06     Antworten mit Zitat Nach oben


Bundeskanzler2020 hat am 31. Jul 2012 um 14:37 Uhr folgendes geschrieben:
Foo hat am 31. Jul 2012 um 13:15 Uhr folgendes geschrieben:
Aus meiner Berufspraxis kann ich x-raider nur unterstützen.

Insbesondere wenn die Dame eine Zeugin im Auto hatte, rate ich da eher zur Zurückhaltung mit vorschnellen Anwälten.

Gegebenfalls bietet deine Haftpflicht/Vollkasko dir ja etwas an? Je nach Versicherung kann man da ganz nette Unterstützung/Anwaltshotline etc. erhalten.

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den zeugen habe ich, ihr zeuge ist gerade 2 jahre alt.
die wache hat mich aber heute früh angerufen, ob ich eine strafanzeige stellen möchte, dabei sagte mir der beamte, die sache ist abolut eindeutig.


Ohne ein Verkehrsrechtsexperte zu sein, würde ich ebenfalls empfehlen, einen Anwalt hinzuziehen. Die Höhe des angemessenen Schmerzensgeldes ist schon für Juristen nicht immer ganz treffsicher zu bestimmen. Vorsorglich sei darauf hingewiesen, dass wilde Beträge wie in den USA hierzulande nicht erzielbar sind. Die Anwaltskosten dürften jedenfalls auch mit Umsatzsteuer im geringeren dreistelligen Bereich liegen und - bei klarer Unfallverursachung - von der Schädigerin (bzw. deren Versicherer) wenigstens größtenteils erstattet werden.

Die Entscheidung, ob Du einen Strafantrag stellen möchtest, solltest Du dann ebenfalls mit dem Anwalt erörtern. Jedenfalls wünsche ich Dir gute Besserung - auch wenn das Schmerzensgeld dadurch geringer wird! Wink

Gruß,
BSHH

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Foo
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BeitragVerfasst am: 31. Jul 2012, 14:37     Antworten mit Zitat Nach oben


Bundeskanzler2020 hat am 31. Jul 2012 um 14:37 Uhr folgendes geschrieben:
Foo hat am 31. Jul 2012 um 13:15 Uhr folgendes geschrieben:
Aus meiner Berufspraxis kann ich x-raider nur unterstützen.

Insbesondere wenn die Dame eine Zeugin im Auto hatte, rate ich da eher zur Zurückhaltung mit vorschnellen Anwälten.

Gegebenfalls bietet deine Haftpflicht/Vollkasko dir ja etwas an? Je nach Versicherung kann man da ganz nette Unterstützung/Anwaltshotline etc. erhalten.

Und Loide: Verkehrs-RS kost keine Fuffzich Oiro im Jahr und lohnt sich, glaubt mir. Auch wenns für DICH jetzt zu spät ist. Wink


den zeugen habe ich, ihr zeuge ist gerade 2 jahre alt.
die wache hat mich aber heute früh angerufen, ob ich eine strafanzeige stellen möchte, dabei sagte mir der beamte, die sache ist abolut eindeutig.


Gut für dich. Du kannst dir ja sonst vom Anwalt im Rahmen einer Erstberatung das nochmal erklären lassen, mit der "Betriebsgefahr" und dem möglichen Mitverschulden, und dann immer noch entscheiden.

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Bundeskanzler2020
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BeitragVerfasst am: 31. Jul 2012, 20:54     Antworten mit Zitat Nach oben


werde auf die anzeige verzichten (lag ja keine absicht der dame vor - alle machen mal fehler...), bin jedoch enttäuscht, dass sich die unfallverursacherin bis hier her noch nicht einmal kurz gemeldet hat und sich nach den unfallfolgen (verletzungen) erkundigt hat. sie wohnt bei mir im ort, ich kannte sie bisher nicht, aber bei 5.000 einwohnern läuft man sich zwangsläufig über den weg. schade!
danke für die genesungswünsche!

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THW
PASsant
PASsant


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BeitragVerfasst am: 31. Jul 2012, 21:06     Antworten mit Zitat Nach oben


Im Fall a. oben war es anders Herum. Autofahrer hat sich um Fahradfahrerin gekümmert, nachgefragt, besucht. Und bekam dann parallel dazu die Anzeige. Letztere wohl auch um dies festzuhalten und in dem Zivilprozess eindeutigere Voraussetzungen zu haben.
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